Studien zu Grenzsteinen in Ostthüringen


 
 Artikelnummer: BV216358
 Artikelnummer: BV216358
 Katalog seit: 02.10.2017
 ISBN13: 9783957410689
 

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Beschreibung

Studien zu Grenzsteinen in Ostthüringen. Andreas Hummel im Auftrag des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben e. V. 166 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Tafeln, Tabellen, Pläne

Inhalt: Pierre Fütterer.Vorwort. Andreas Hummel. Das Lapidarium der Sammlung Reichenfels-Hohenleuben - Bestandserfassung und Forschungsstand zu Grenzsteinen in Thüringen. Frank Stübner. Die Verzeugung der Grenzen - ein Aspekt der Geschichte. Dietmar Turza. Flur- und Grenzsteine am Grauberg in Söllmnitz, Stadt Gera. Franziska Hagner und Udo Hagner. Ausgewählte Quellen des 16. bis 19. Jahrhunderts zu Grenzsteinsetzungen, insbesondere in den Ämtern Eisenberg und Tautenburg, nebst einigen rechtshistorischen Anmerkungen. Tafeln. Anschriften der Autoren

Die Denkmalgruppe der Grenzsteine gehört zu der zahlenmäßig größten, fristet aber aufgrund einer häufig geringeren Wertschätzung und ihrer oft schweren Zugänglichkelt eine Art Schattendasein. Der vorliegende Band richtet den Fokus auf diese so variantenreichen Kleindenkmale ausgehend vom Lapidarium im Museum Reichenfels-Hohenleuben. Neben einer Vorstellung der Steine in einem ausführlichen Katalog wird deren Geschichte, ihr Aussehen und ihre Funktion dargestellt. Weitere Beiträge widmen sich sogenannten Zeugen unter den Steinen, setzen sich mit Flur- und Grenzsteinen in Söllmnitz bei Gera auseinander oder zeigen am Beispiel der Ämter Eisenberg und Tautenburg, welchen Niederschlag Grenzsteinsetzungen in archivalischen Quellen hinterlassen haben.

Die vorliegende Arbeit beinhaltet die Erfassung der Grenzsteine entlang der historischen Grenze Chursachsen-Churhannover im Südharz gemäß dem Rezeß aus dem Jahre 1735 durch die Bodendenkmalpfleger des Landesamtes für Archäologie Sachsen-Anhalt und die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue e. V. Steffi Rohland, Sangerhausen, Heinz Noack, Bennungen, und Manfred Schröter, Berga, im Zeitraum Januar 1995 bis April 1997.

Grenzen dienen zur Fixierung von öffentlichem oder privatem Eigentum. In den Zeiten der germanischen Stämme und Sippen wurden sie durch Wälder, Gebirge, Ödländereien, Sumpfgebiete oder auch unangebaute Flurstreifen gebildet. Vor rund 1200 Jahren, unter der Herrschaft des fränkischen Königs Karl des Großen, vollzog sich eine Änderung in der Grenzfestlegung. Durch Übernahme aller nicht bewirtschafteten Gebiete in den Besitz des Königs wurde eine neue Grenzkennzeichnung notwendig. Aus den Grenzgebieten wurden die Grenzlinien. Eingeschlagene Pfähle oder an markanten Bäumen angebrachte Kreuze markierten jetzt für jedermann deutlich erkennbar den Verlauf der Grenze, unterstützt durch die Anlage von Grenzrainen, -gräben oder -wegen. In den folgenden Jahrhunderten erfolgte teilweise die Setzung von Steinen anstelle der Pfähle bzw. eingehauenen Kreuze. Die Hoheits- bzw. Besitzverhältnisse waren nunmehr dauerhaft gekennzeichnet. Bei Beschädigungen oder unerlaubten Umsetzungen drohten hohe Strafen. Fehlte ein Stein, kam es oftmals zu langwierigen Prozessen und gelegentlich auch zu Gewaltanwendungen zwischen den einzelnen Parteien. In teilweise aufwendigen Flurumzügen wurden die Grenzlinien gegenüber den Nachbarn vorgezeigt und auch verteidigt. Letztendlich waren die Grenzen immer Anlaß von Streitereien bzw. Auseinandersetzungen, bis in die heutige Zeit. Die nächste bedeutende Änderung brachte die Uraufnahme der Gemarkungen durch Feldvermesser ab der l. Hälfte des 19. Jh. Die dabei vorgenommene und teilweise noch heute gültige genaue Kartierung machte es möglich, den Verlauf einer Grenze jederzeit auf das Gelände zu übertragen und nachzuvollziehen. Die Bedeutung eines Grenzsteines als Grenzmal wurde damit stark gemindert. Dieses war u. a. eine Ursache dafür, daß vor allem in den vergangenen Jahrzehnten viele solcher Grenzmale verschwanden. Besonders in landwirtschaftlich genutzten Gebieten kam es zu vielen Verlusten. Umgefahren, zerstört oder einfach vom Standort entfernt und unter Lesesteinhaufen verborgen, sind sie heute nicht mehr nachweisbar. Eine weitere Ursache ist das "Sammeln" solcher Objekte, besonders der bildgeschmückten Steine, und deren Wiederaufstellung in Vorgärten o. ä..


Verlag - Publishing House:Beier und Beran
Autoren - Authors:Andreas Hummel (Hrsg.)
Einband - Cover:Softcover
Sprache - Language:deutsch
Seitenanzahl - Page Number:166 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Tafeln, Tabellen, Pläne
Format - Dimensions:15 x 21 cm
Buch-Gewicht - Book weight:370g
Erscheinungsjahr - Publication Year:2017
Erscheinungsort - Place of Publication:Halle
Auflage - Edition:1
ISBN13:9783957410689

Bibliografische Angaben

Verlag - Publishing House:Beier und Beran
Autoren - Authors:Andreas Hummel (Hrsg.)
Einband - Cover:Softcover
Sprache - Language:deutsch
Seitenanzahl - Page Number:166 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Tafeln, Tabellen, Pläne
Format - Dimensions:15 x 21 cm
Buch-Gewicht - Book weight:370g
Erscheinungsjahr - Publication Year:2017
Erscheinungsort - Place of Publication:Halle
Auflage - Edition:1
ISBN13:9783957410689

Buch Zustand

Sprache:Deutsch
Warenzustand :Neuware

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Title:
Studien zu Grenzsteinen in Ostthüringen
Author:
Publisher:
Beier und Beran
Genre -Series
Varia
ISBN13:
9783957410689
Date of Addition:
Cover:
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URL:
Keywords:
Landesgrenze, Grenzgebiete, Grenzsteine, Grenzsteinsetzung, Ostthüringen, Lapidarium, Sammlung Reichenfels Hohenleuben, 9783957410689
Description:
Studien zu Grenzsteinen in Ostthüringen. Andreas Hummel im Auftrag des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben e. V. 166 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Tafeln, Tabellen, Pläne

Inhalt: Pierre Fütterer.Vorwort. Andreas Hummel. Das Lapidarium der Sammlung Reichenfels-Hohenleuben - Bestandserfassung und Forschungsstand zu...



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